Systemische Aufstellung in einem Gymnasium

Heute durfte ich im Georg-Büchner-Gymnasium in Lichtenrade im Kurs „Studium und Beruf“ zwei Aufstellungen leiten. Die Lehrerin, Katrin Dietz, und ich waren uns einig: es war ein mutiges Experiment. Würden sich 16-17 jährige Teenager auf eine systemische Kompetenz-Aufstellung zu ihrer beruflichen Zukunft einlassen? Oder ist das uncool?

In einer Doppelstunde hatten zwei der 15 Schüler die Möglichkeit, mit mir kurz ihr Anliegen zu erörtern, die Elemente ihrer Aufstellung zu finden, unter ihren Mitschülern Stellvertreter zu wählen und diese entsprechend ihrem inneren Empfinden im Raum zu positionieren. Durch Positionswechsel, Wahrnehmungen und Aussagen der Mitschüler konten wertvolle Erkenntnisse zu den jeweiligen Anliegen erarbeitet werden.

Die Schüler haben sich unvoreingenommen und erstaunlich ernsthaft auf diese doch anspruchsvolle Arbeit eingelassen und ganz toll mitgemacht. Sie vertrauten schnell ihren Wahrnehmungen, äußerten diese ohne Zögern und folgten Gefühlen und Bewegungsimpulsen. Am Ende entstanden Bilder, die neue Sichtweisen und Lösungsmöglichkeiten für die Anliegen der beiden „Aufstellerinnen“ eröffneten und damit zu Klarheit und einer neuen Perspektive beitrugen.

Das war heute mit Sicherheit „ein etwas anderer Unterricht“. Ich war begeistert, wenn nicht sogar euphorisch, über die Ernsthaftigkeit, mit der diese jungen Menschen dabei waren. Echt cool! Wir wollen mal schauen, wie die Reise weitergeht …

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.